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Hemau

Solarfreunde besichtigen weltgrößte Solarstromanlage

Der Blick vom Bunker fällt in ein Meer aus blauen Rechtecken, und wo früher Atomsprengköpfe gelagert wurden, stehen heute friedliche Wechselrichter: Eine fast surreale Szenerie bot sich den Solarfreunden bei ihrer Exkursion am 1. Mai nach Hemau bei Regensburg. Dort arbeitet seit Ende letzten Jahres die derzeit weltgrößte Solarstromanlage. Insgesamt 32.700 Module, die als Freiflächenanlage in diesem ehemaligen Munitionsdepot aufgeständert sind, produzieren jährlich ca. 4 Mio. kWh Strom, rechnerisch genug für alle 4.600 Einwohner der Gemeinde. Das Gelände ist auch heute noch geprägt von seiner früheren Nutzung, durch den typisch militärischen Drahtgitterzaun, einem alten Wachttum und jede Menge Bunker. Und selbst die Modulreihen wirken beim Rundgang wie Reiterketten der Kavallerie in einem amerikanischen Western. Zwischen den Modulen zeugen Schlamm und Fahrspuren noch von dem Kraftakt der Bauphase im letzten Herbst. Erst, wenn die letzten Verkabelungsarbeiten abgeschlossen sind, wird Ruhe einkehren und in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde ein störungsfreies neues Kleinod der Natur entstehen. 20 Jahre lang, so Frank Wolff, der als Vertreter der voltwerk AG extra aus Leipzig angereist ist, können seltene Pflanzen, Gräser, Insekten und anderes Kleingetier sich ungestört entwickeln. Einzige Ausnahme: Die Module dürfen nicht verschattet werden, denn: "Der Solarpark Hemau bietet mit 260 % Ausschüttung in 20 Jahren eine Rendite ähnlich wie in der Windkraft. Abschattungen würden den Ertrag mindern." Um Schatten zu vermeiden, mussten auf insgesamt 5 ha die früher auf die Bunker gepflanzten Fichten gefällt werden. Auch außerhalb des Arreals wurde der unmittelbar angrenzende Hochwald auf einer Breite von 70 - 90 m eingeschlagen und soll für die Laufzeit der Anlage niedrig gehalten werden. Diese Maßnahmen sorgten ebenso für Nachdenklichkeit wie die Kosten für eine 3 km lange Stromleitung bis zum Einspeisepunkt Hemau. War es, so der Eindruck der Besucher, möglichweise doch nicht der ideale Standort, wie es z.B. die hohe Politik anlässlich der offiziellen Einweihung zwei Tage vorher verkündet hatte. Solarstrom, daran besteht für Solarfreunde-Vorsitzenden Hans Stanglmair kein Zweifel, wird im Mix der Erneuerbaren Energien eine immer wichtigere Rolle spielen. Doch welche Rolle spielen Großprojekte auf Freiflächen wie in Hemau? Ein Frage, die derzeit die "Solarszene" in ganz Deutschland diskutiert. Die Solarfreunde sprechen sich für eine nüchterne und sachliche Abwägung aus: "An tatsächlich geeigneten Standorten spricht nichts gegen Großanlagen, auch nicht auf Freiflächen.", so Stanglmair. Die neben der Umweltfreundlichkeit besonderen Stärken der Photovoltaik aber, nämlich ihre Dezentralität und Modularität, kommen in Hemau nicht zum Tragen. Stanglmair: "Dachflächen auf Wohnhäusern und Gewerbebauten sind deshalb zu bevorzugen. Sie benötigen keine Stromtrassen, keine Einzäunung und produzieren Strom ohne Übertragungsverluste genau dort, wo er gebraucht wird. Solarstromanlagen auf Dächern sind deshalb genauso wirtschaftlich und ökologisch sogar vorteilhafter als Großanlagen."

Hemau

 


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