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Heizen mit dem Kachelofen

Solarfreunde besichtigen Heizung mit Kachelofen

Die Solarfreunde boten allen Freunden stimmungsvollen Kaminfeuers ein besonderes Schmankerl: Die Besichtigung eines Moosburger Einfamilienhauses mit einer Solar-Kachelofen-Heizung fand Rieseninteresse.

Das gemütliche Einfamilienhaus platzte fast aus allen Nähten, als Hausherr Alexander Floß dem "Scheitholz(vortrags)abend" vom November nunmehr die Praxis folgen ließ. Das Wohnzimmer konnte die rund 35 Besucher gar nicht auf einmal fassen, ein Umstand, so Floß, der auch beim Einbau des Kachelofens beachtet werden musste: "In der großen Wohnküche fanden wir keinen geeigneten Platz. Für das kleine Wohnzimmer aber ist ein Kachelofen normalerweise viel zu leistungsstark." Gemeinsam mit Ofenbauer Heribert Zoth machte Floß aus dieser Not eine Tugend: Der Kachelofen-Einsatz ist - abgesehen natürlich von der großen Scheibe - zum Wohnzimmer hin gut isoliert. Der Großteil der Wärme wird in einen Pufferspeicher geleitet, der wiederum die Heizkörper im ganzen Haus versorgt. Der bisherige Erdgas-Kessel ist zwar noch angeschlossen, aber weitgehend arbeitslos. Floß: "Der Kachelofen wurde im August 2002 installiert. Seither habe ich den Gasbrenner höchstens 3 - 4 mal eingeschaltet, meist aus Bequemlichkeit, wenn ich nach dem Sport sehr rasch heißes Wasser zum Duschen wollte." Ansonsten reichen Kachelofen und Solaranlage vollkommen aus, um den Warmwasser- und Heizungswärmebedarf der Familie abzudecken. Auch ein langes Skiwochenende überbrückt der 1.000 Liter-Speicher ohne Probleme. Bei längerer Abwesenheit im Winter empfiehlt Zoth eine Zusatzheizung: "Die Kombination aus Kachelofen und großer Solaranlage findet bei uns immer mehr Anhänger und deckt 98% des Bedarfs ab. Für die restlichen 2% und als Sicherheitsreserve baut man am besten einen Elektro-Heizstab in den Speicher ein." Eine stimmige Gleichung, wie Floß findet, die aber - und hier kommt der Professor für Gebäudetechnik durch - in Altbauten eine ordentliche Wärmedämmung voraussetzt, denn sonst wird's einem schon beim Einheizen ziemlich warm. Familie Floß hat jedenfalls in vier Monaten Heizbetrieb bisher erst vier Ster Fichten-Brennholz verbraucht. Umgerechnet sind dies nur eine bis max. zwei Ofenfüllungen pro Tag, durchaus zum Leidwesen der Kinder, die gerne mehr Holz nachlegen würden. Auch auf die Frage nach dem "Warum" und dem "Wieviel" blieb Floß die Antwort nicht schuldig: "Wir sind einfach begeistert von dem flackernden Feuer und den tanzenden Flammen. Einen solchen Kachelofen haben wir uns schon immer gewünscht." Dass die Erfüllung ihres Traums mit ca. 15.000 € ein wenig mehr gekostet hat, liegt natürlich an der ganzen Heizungseinbindung, dem neuen Pufferspeicher, dem zusätzlichen Außenkamin, der aufgrund des Aufstellorts notwendig wurde, und last but not least am Brotbackeinsatz, von dessen Funktionieren sich alle Besucher bei einer Kostprobe überzeugen konnten. Bei anderen Ausgangsbedingungen (z.B. ohnehin anstehender Heizungserneuerung) ist das System in etwa kostengleich, im Neubaubereich in der Regel sogar auf Dauer erheblich preiswerter. Die Freude und Lebensqualität sowie die Versorgungssicherheit und Umweltentlastung lassen sich ohnehin nicht in Euro und Cent ausdrücken.

Solarfreunde-Vorsitzender Hans Stanglmair überreichte des Gastgebern zum Dank eine Flasche "flüssige Bioenergie". Er empfahl den Besuchern, die kalte Jahreszeit für die Anfertigung von Thermographieaufnahmen zu nutzen (Infos im Rathaus bei Herrn Mühlberger) und lud Sie ein, am 28. Februar 2003 die Auftaktveranstaltung zum "Moosburger Altbauseminar" (20 Uhr, Staudinger Keller) zu besuchen.

Fotos:

 


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