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Altbauseminar

Altbauseminar (Teil 4) der Solarfreunde Moosburg
Vortragsabend über Solaranlagen


Solarenergie lohnt sich für die Umwelt, für die Lebensqualität und für den Geldbeutel. Und weil die Sonne in den nächsten 4,5 Milliarden Jahren zuverlässig, kostenlos und für alle gleich scheint, ist sie im höchsten Maße sozial und friedlich. Mit diesen Kernaussagen brachten die Solarfreunde beim Abschlussvortrag ihres Moosburger Altbauseminars ihre Vision einer solaren Zukunft auf den Punkt.

Solarfreunde-Vorsitzender Hans Stanglmair konnte wieder mehr als 30 Besucher begrüßen, als er den letzten Teil des Altbauseminars eröffnete. Altbausanierung wird in Deutschland immer mehr zur Massenaufgabe. Rund 20 Mio. Häuser in Deutschland befinden sich in einem schlechten energetischen und vielfach auch baulichen Zustand. Rund 4 Mio. Heizungen müssen in den nächsten Jahren erneuert werden. Solarenergie kann bei der Lösung dieser Herausforderung eine zentrale Rolle spielen, vor allem aber: "Um Sonnenenergie braucht man kein Kriege führen."

Eine Aussage, der sich der Referent des Abends, Dr. Josef Hofmann, vorbehaltlos anschloss. Zusammen mit den stark gestiegenen Ölpreisen und der kräftig angehobenen Förderung hat der Irak-Krieg in den letzten Wochen einen wahren Nachfrageboom ausgelöst, wie übrigens auch eine Rückfrage beim Moosburger Kollektorhersteller Citrin Solar bestätigte.

Hofmann konzentrierte sich im ersten Teil seines Vortrags auf die Solarstromerzeugung, die Moosburg mit an die Spitze der Solarbundesliga geführt hat. Entscheidend für die Stromproduktion sind die unterschiedlichen Modularten und Wechselrichter sowie Aufstellort, Ausrichtung und evtl. Abschattungen durch Nachbargebäude oder Dachaufbauten. Wer dann noch einen einigermaßen kühlen Ort für den Wechselrichter und einen Platz für den Einspeisezähler vorweisen kann, bringt es im "Nullkommanix" zum Solarstrom-Unternehmer. Die hohe Sonneneinstrahlung in Moosburg führt erfahrungsgemäß zu sehr guten Stromerträgen, wie die monatlichen Vergleichsauswertungen der Solarfreunde nachweisen. Aufgrund der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung und des attraktiven 100.000-Dächer-Kreditprogramms der KfW stehe man inzwischen auch wirtschaftlich auf soliden Füßen. Hofmann: "Wer jetzt nichts macht, ist selber schuld."

Auch für Interessenten ohne passendem Dach gibt es übrigens inzwischen eine Möglichkeit: Sogenannte Bürgersolarparks (meist organisiert durch örtliche Solarvereine) bieten Beteiligungsmöglichkeiten mit ansprechender Rendite und minimalem Eigenaufwand an. Kein Wunder also, dass sie in Südbayern teilweise wie Pilze aus dem Boden sprießen

Solarkollektoren zur Brauchwassererwärmung oder zur Beheizung, so Hofmann im zweiten Teil seines Referats, gehören in Neubaugebieten bereits zum Standard. Aber auch für Altbauten bietet das "Renovieren mit der Sonne" (so ein gleichnamiges Buch in der Moosburger Stadtbücherei) eine Vielzahl an Möglichkeiten. Ob Flach- oder Röhrenkollektor, Luftkollektor oder Schwimmbadabsorber, Dach-, Wand- oder Fassadenanlage: Solarenergie ist äußerst vielseitig und lässt sich mit geeigneten Pufferspeichern auch in Regenzeiten nutzen.

Vor allem aber lassen sich Solaranlagen sehr gut mit anderen Heizungssystemen kombinieren, wichtig vor allem bei einer ohnehin anstehenden Heizungserneuerung. Reine Solarheizungen findet man am ehesten im Neubaubereich, wenn großvolumige saisonale Wärmespeicher vorgesehen werden. Bei Altbauten liefert die Sonne meist eine Ergänzung zu einem weiteren Heizungssystem. Der Nutzen der Solaranlage kann jedoch je nach Konfiguration weit höher sein als nur die eingesparte Menge an Brennstoff, z.B. durch Einsparungen bei Investitionskosten (niedrigere Leistungsklasse) oder Betriebskosten (Wegfall Immissionsschutzmessung).

Zum Abschluss gab Hofmann den Zuhörern drei Kernbotschaften mit auf den Weg:
* ganzheitlich sanieren mit Wärmedämmung, Umstellung auf erneuerbarer Energie und Solaranlage
* durch Einkaufgemeinschaften und Eigenleistung die Kosten senken
* Fördermittel unbedingt vor Auftragsvergabe beantragen

Nach der Beantwortung zahlreicher Publikumsfragen konnte Solarfreunde-Vorsitzender Hans Stanglmair einen informativen Vortragsabend und einen erfolgreichen Abschluss des Altbauseminars feststellen. Er verband seinen Dank an die Besucher mit der Bitte um Spenden (anstelle Eintrittsgeld) zugunsten des Moosburger Projekts "Sonne für die Pius-Kinder!".

Die nächste Veranstaltung der Solartage ist am 1. Mai die Besichtigung der weltgrößten Freiland-Solarstromanlage in Hemau bei Regensburg. Abfahrt mit Fahrgemeinschaften ist um 8.30 Uhr ab Viehmarktplatz. Anmeldungen sind ab sofort möglich unter Tel. 08761/9870 oder per E-Mail.

 


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