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Solarstrom-Vortrag am 15.02.2001 findet großes Interesse

 

"Solarstrom kommt langsam, aber gewaltig!" Mit diesem leicht abgewandelten Motto könnte man den Informationsabend der Solarfreunde am letzten Donnerstag zusammenfassen. Und gewaltig im Kommen ist offenbar auch das Interesse der Moosburger, mit Hilfe des bereits 1839 (!) entdeckten photovoltaischen Effekts künftig umweltfreundlichen Strom in Eigenregie zu erzeugen.

Vorsitzender Hans Stanglmair begrüßte mehr als 60 Besucher im Staudinger Keller. Seit vor mehr als 9 Jahren die erste Solarstromanlage in Moosburg in Betrieb ging, hat sich viel entwickelt: Insgesamt 47 Anlagen erzeugten im Jahr 2000 rd. 208.000 kWh Strom, genug um damit umgerechnet mehr als 60 Haushalte zu versorgen. Entwickelt haben sich aus bescheidenen Anfängen schließlich auch die Solarfreunde, die durch ihre regelmäßigen Vergleichsauswertungen und Weitergabe von Praxiserfahrungen wesentlich zur Qualitätssicherung der Solarstromanlagen beitragen. Die inzwischen mehr als 50 Mitglieder wirken inzwischen bei einer Vielzahl von Energiethemen in der "Solarstadt Moosburg" mit.

 

Der Hauptreferent des Abends, Dr. Josef Hofmann, Mitglied der Solarfreunde und sowohl beruflich wie privat mit Erneuerbaren Energien befasst, gab sodann einen umfassenden Überblick über technische und finanzielle Einzelheiten, aber auch über ökologische und energiewirtschaftliche Hintergründe. Die Energie aus Sonneneinstrahlung beträgt in unseren Breiten jährlich ca. 1.200 kWh pro Quadratmeter. Ein 300 m2 großes Grundstück erhält damit zuverlässig und gratis den Gegenwert von jährlich etwa 3.600 Liter Heizöl. Diese Energie gilt es intelligent zu nutzen, denn die bisherigen Energieträger müssen aufgrund ihrer Begrenztheit sowie ihrer Umwelt- und Sicherheitsprobleme (Treibhauseffekt, Klimaveränderung) schrittweise zügig abgelöst werden. Durch eine Zangenstrategie aus Energieeinsparung einerseits und erneuerbaren Energien andererseits kann dies auf Dauer auch gelingen.

Solarenergie funktioniert im Baukastenprinzip: Die kleinsten Einheiten ? etwa 10 x 10 cm große Solarzellen ? werden zu sog. Solarmodulen verschaltet. Diese sind nicht nur handlicher, sondern weisen bereits eine erhebliche Leistungsfähigkeit von um die 100 Wp pro Modul auf. Aufgrund der attraktiven gesetzlichen Einspeisevergütung von derzeit noch 99 Pfennig pro kWh arbeiten Solarstromanlagen heute in aller Regel netzgekoppelt, das heißt, der gesamte erzeugte Solarstrom wird von einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt und ins Netz eingespeist. Mit 1 Kilowatt installierter Leistung werden in Moosburg durchschnittlich etwa 900 kWh Strom erzeugt, den Auswertungen der Solarfreunde zufolge im Einzelfall auch über 1000 kWh. Die genaue Höhe hängt u.a. von der Art der verwendeten Bauteile, der Dachneigung und Südausrichtung sowie von evtl. Verschattungen ab. Solarstromanlagen benötigen i.d.R. keine Wartung oder Reinigung, erzeugen weder Lärm noch Abgase und sind heute auch ästhetisch ansprechend. Dass ein solches Wunderwerk seinen Preis hat, liegt auf der Hand. Die Investitionskosten von  etwa 14.000 DM pro kWp kommen aber über die 20-jährige Einspeisedauer wieder herein, zumindest wenn man nicht vollständig auf verzinsliches Fremdkapital angewiesen ist und bei seinem eingesetzten Eigenkapital von einer Zinskalkulation absieht. Beim eigenen Auto, so Dr. Hofmann, spielen Amortisations- und Zinsüberlegungen schließlich auch keine große Rolle und wirklich "rechnen" würden sich wohl die wenigsten Fahrzeuge. A propos Finanzierung: Ein verbilligtes Darlehen mit lediglich 1,9 % Zins stellt der Bund im Rahmen seines 100.000-Dächer-Programms zur Verfügung. Aufgrund sehr langer Wartezeiten und diverser weiterer Probleme ist es jedoch nicht für jedermann zu empfehlen. Empfehlungen über Informationsquellen im Internet und in einer Fachzeitschrift rundeten den Vortrag ab. Solarenergie, so Josef Hofmann abschließend, ist eine Investition in die Zukunft, von der auch die kommenden Generationen noch großen Nutzen ziehen werden.

 

Anschließend stellte Gerald Kumerle, Solarexperte und Kundenberater der Stadtwerke München, ein neues Angebot vor: Die Stadtwerke verkaufen ? übrigens unabhängig vom Strombezug bei ihnen ? ein komplettes Solarpaket mit qualitativ hochwertigen und aufeinander abgestimmten Komponenten. Die ca. 10 m2 Modulfläche entsprechen einer Leistung von 1,2 kWp. Der Preis beträgt 14.800 DM für das Paket, zzgl. Trägergestell und Installationskosten. Interessenten können sich unmittelbar an Herrn Kumerle (Tel. 089/2361-2456) oder an die Netzbezirksstelle Moosburg Herrn Kraus (Tel 08761/7605-41) wenden. Dort können die Bauteile auch in natura in Augenschein genommen werden. Die Stadtwerke möchten mit dieser Aktion den bisher in Ihrem Versorgungsgebiet bestehenden 456 Solarstrom-Anlagen mit zusammen 2.663 kWp möglichst viele weitere folgen lassen. Als "Zuckerl" werden unter den ersten Bestellern insgesamt 10 mal 1.000 DM verlost.

 

 


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