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Solartage 2001

"Moosburger Solartage 18. ? 20. Mai 2001"

Solarstadt Moosburg wird wieder zur Messestadt

Mit dem Frühling kommt die Sonne, genauer gesagt die Energie von der Sonne: Bereits zum dritten Mal richten die Solarfreunde die ?Moosburger Solartage? aus. Wer erstmals einen Überblick über Erneuerbare Energie gewinnen will, sich ganz konkret mit Investitionsgedanken trägt oder einfach noch mehr wissen will, kommt vom 18. - 20. Mai 2001 voll auf seine Kosten. Drei Tage lang präsentieren die Solarfreunde ein abwechlungsreiches Programm. Die lichtdurchflutete neue Aula der Grundschule Nord sowie der neugestaltete Pausenhof verwandeln sich in ein geräumiges Ausstellungsgelände. Das umfassende und erlebnisorientierte Ausstellungskonzept bietet für jeden Besucher  - ob Alt oder Jung, Laie oder Experte ? genau das Richtige.  Gewerbliche Aussteller stellen ihre neusten Produkte und Angebote vor. Das Spektrum reicht von Solarwärme- und Solarstrom-Anlagen über Holzpellet-Heizungen, rationellen Energieeinsatz und Energieeinsparung bis hin zum Klein-Windkraftwerk, Pflanzenöl- oder Elektrofahrzeug, Biogas oder Wärmepumpen. Mit einer großformatigen Displaywand und Exponaten stellt C.a.r.m.e.n. e.V., Straubing, seine umfassende Fachkompetenz für nachwachsende Rohstoffe unter Beweis. Ein erstklassiges Vortragsprogramm mit wechselnden Schwerpunkten lohnt sogar einen wiederholten Besuch der Solartage.

Besonders attraktiv wird die Veranstaltung durch eine ?Klausel?, die die Solarfreunde allen Ausstellern auferlegt haben: Erneuerbare Energie erleben. Durch Fühlen, Spielen, Be-greifen oder Mitmachen können ganz unmittelbare Erfahrungen mit Erneuerbaren Energien oder Energieeinsparung gewonnen werden, z.B. auf dem Energiefahrrad oder mit dem Sonnenofen.

Auch an die jüngsten Besucher ist gedacht: Während sich die Eltern bei den Vorträgen oder im Gespräch mit den Fachausstellern ungestört informieren können, finden Kinder eine ruhige Malecke oder können sich auf dem Holzpellet-Spielplatz vergnügen.

Die Solarfreunde selbst sorgen jedoch nicht nur für die Organisation oder das Kinderprogramm. An ihrem Ausstellungsstand gibt es zahlreiche Informationsmaterialien, z.B. zu Förderprogrammen des Landes und des Bundes, sowie natürlich die  vielfältigen Praxiserfahrungen und Tipps aus erster Hand. Eine Reihe von Stellwänden ist der ?Solarstadt Moosburg? gewidmet sowie aktuellen Projekten der Solarfreunde, so z.B. zum aktuellen Stand der Potenzialanalyse der Fachhochschule Weihenstephan. Auch die Nachbarvereine aus Freising und Erding stellen sich auf einer Tafel vor.  Und wer sich nicht gleich für eine Solaranlage auf dem Dach entscheiden kann, findet vielleicht als ersten Schritt am Stand der Solarfreunde ein passendes  Solarspielzeug.

A propos Potenzialanalyse: Wer letztes Jahr im Dezember nicht die Gelegenheit hatte, bei der Präsentation der Zwischenergebnisse im Stadtrat dabei zu sein, kann dies nun nachholen. Die Studenten von Prof. Schrimpff werden am Sonntag Vormittag von 11.00 Uhr - 12.30 Uhr noch einmal ihre Erkenntnisse zu den möglichen Solardachflächen in Moosburg sowie zu geeigneten Standorten für Windkraftanlagen vorstellen. Zusätzlich können die Besucher jetzt schon einen Vorgeschmack auf Teil 2 der Studie erhalten. Ab 2. Juli werden die Studenten wieder in der Stadt und im Umland aktiv sein.

Dass es mit Erneuerbaren Energien eigentlich nur Gewinner gibt, zeigt das Energiequiz der Solartage: Mit einem Rundgang durch die Ausstellung  sollte es sich ohne Mühe lösen lassen. Im Zweifelsfall hilft jedoch sicherlich ein Gespräch mit den Solarfreunden oder den Ausstellern. Besonders dankbar sind die Veranstalter für Rückmeldungen und Anregungen der Besucher, einerseits um die Solartage noch besser zu machen, andererseits aber auch um neue Ideen für die zukünftige Arbeit zu gewinnen. Die ?Solarstadt? entwickelt sich ständig weiter und lebt von den Menschen, die ihre Ideen aufnehmen, umsetzen und weiter tragen. Als Belohnung für die Teilnahme am Quiz erhält jeder sofort ein kleines Geschenk, z.B. eine Mini-Solaranlage, und nimmt an einer Verlosung mit wertvollen Preisen teil. Hauptgewinner ist jedoch die Solarstadt selbst: durch den zunehmenden Einsatz Erneuerbarer Energien wird die Umwelt entlastet und ein wesentlicher Schritt in Richtung einer nachhaltigen Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe unternommen. Jede Mark, die nicht für Energieimporte abfließt, macht uns nicht nur unabhängiger, sondern erhöht den Wohlstand in der Region.

Geöffnet sind die Solartage am Freitag, 18. Mai, von 19.30 Uhr - 21 Uhr, am Samstag und Sonntag jeweils von 10 - 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Das gesamte Programm ist natürlich auch im Internet-Angebot der Solarfreunde unter www.solarfreunde-moosburg.de abrufbar. Für ergänzende Informationen stehen Vorsitzender Hans Stanglmair (Tel. 08761/9870) und sein Stellvertreter Raimund Becher (Tel. 08761/62995) zur Verfügung.


Umfangreiches Vortragsprogramm

Täglich wechselnde Schwerpunkte bietet das umfangreiche Vortragsprogramm mit namhaften Referenten. Die Palette reicht von der Energiepolitik über Einspar- und Nutzungsmöglichkeiten im eigenen Gebäude bis hin zur Fahrzeugtechnik.

Den Festvortrag zur Eröffnung der Solartage bestreitet am Freitag Abend der Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell (B'90/Die Grünen), der sich als forschungspolitischer Sprecher seiner Partei mit der Frage auseinandersetzt, welche Rolle die Erneuerbaren Energien in Zukunft auf globaler und lokaler Ebene spielen sollen und können. Fell gehört zu den "Vätern" des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, mit dem die Bundesregierung erstmals der regenerativen Stromerzeugung auf breiter Front zum Durchbruch verhilft. Dass es mit den bisherigen Energiestrukturen auf Dauer so nicht weiter gehen kann,  wird immer mehr zum Allgemeingut, aber was kommt danach ? ?Global denken und lokal Handeln? ist leichter gesagt als getan. Sicherlich ein spannendes Thema nicht nur für Bürgermeister Neumaier und die anwesenden Stadträte.

Am Samstag Vormittag starten die Solartage mit dem Verhältnis von Energie und Mobilität. Peter Grett (Fa. Sun & Cycle, Emmering) führt die Zuhörer in die Prinzipien der solaren Mobilität für die Zukunft ein. Dazu gehören aber nicht nur  Fahrzeuge, die mit gespeicherter Sonnenenergie (Pflanzenöl, Strom, Wasserstoff) fahren, sondern ein intelligenter nachhaltiger Umgang mit Mobilität. Wesentlich praxisnäher wird es anschließend, wenn Prof. Florian Schmidt-Krayer (Neubiberg) über seine Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen berichtet.

Der Samstag Nachmittag steht im Zeichen der Biomasse, einem in Bayern traditionell bedeutsamen Energieträger. Dass dieser Sektor keineswegs aus der Mode gekommen ist, zeigt auch ein globaler Vergleich: Weltweit ist Holz nach wie vor die wichtigste Energiequelle. Die Vielfalt der Biomasse spiegelt sich auch im Vortragsprogramm wieder: Während Dr. Gunther Ohrner und Frank Burger (beide Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Freising) sich hauptsächlich mit fester Biomasse, v.a. also Holz, beschäftigten, behandeln Thomas Kaiser (Vereinigte Werkstätten für Pflanzenöltechnologie, Berching) und der Landwirt Josef Pellmeyer (Bundesvorsitzender des Fachverbands Biogas) aus Eggertshofen die Verwendung von flüssigen (Pflanzenöl) und gasförmigen (Biogas) nachwachsenden Rohstoffen. Allen gemeinsam ist ihre CO2-Neutralität und ihre einfache Speicherfähigkeit. Biomasse wird daher in einem künftigen Energiemix eine wichtige ausgleichende und stabilisierende Rolle spielen. Aus der Perspektive des Energieverbrauchers schließlich referieren Gilbert Krapf (Carmen e.V., Straubing) über die verschiedenen Möglichkeiten zum Heizen mit Holz und Willi Bolte (Fa. Fröling, Rosenheim) speziell über Holzpellet-Heizungen. Letzere bieten erstmals auch dem städtischen Hausbesitzer höchsten Komfort bei vergleichbarer Wirtschaftlichkeit wie Heizöl, nur eben umweltfreundlich und ständig nachwachsend.

Mit dem Vortragsprogramm am Sonntag Nachmittag betreten die Solarfreunde wieder einmal Neuland. In zwei parallelen Vortragsreihen werden einerseits Themen zur Energieeinsparung in Haus und Haushalt beleuchtet, andererseits Möglichkeiten zur aktiven Nutzung Erneuerbarer Energien aufgezeigt. Beides gehört zusammen, um den jetzigen Energieverbrauch ?in die Zange? zu nehmen und schrittweise vollständig auf Erneuerbare Energien umzustellen. Damit niemand einen Vortrag verpassen  muss, werden die beiden Vortragsreihen nach kurzer Pause noch einmal wiederholt. Raimund Becher (2. Vorsitzender der Solarfreunde Moosburg) eröffnet die Reihe zur Energieeinsparung mit den ?Leitlinien für den Bauherrn?, denn zu keiner Zeit kann man mit so wenig Kostenaufwand so viel bewirken wie in der Bauphase. Das mit Abstand höchste Pensum erledigt Prof. Dr. Alexander Floß (Energie Consulting Dr. Floß, Moosburg), der nacheinander über den Einsatz von Wärmepumpen zur Gebäudeheizung, über Möglichkeiten zur Energieeinsparung in Gebäuden und über die Auswirkungen der neuen Energie-Einsparverordnung für Neubau, Altbau und Heizungsanlagen  spricht. Johann Rusp (Stadtwerke München) schließlich zeigt, welche Ansatzpunkte es für clevere Energiesparer im Haushalt gibt, durch Energieeinsparung die Haushaltskasse zu entlasten und etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Die Nutzung der Solarenergie in Gebäuden beginnt bereits mit einer geschickten Bauleit- und Bauwerksplanung, so die Botschaft von Simon Beis (Baubiologisches Planungsbüro, Abensberg), der dies in seiner Heimatstadt auch in die Tat umsetzt. Den Abschluss bilden die beiden Klassiker der Solarenergie: Solarstrom und Solarwärme. Sie gehören inzwischen in Moosburg schon zum gewohnten Stadtbild, stehen aber nach Meinung vieler erst am Anfang einer rasanten Karriere. Dr. Josef Hofmann (Mauern) spricht über die elegante Stromerzeugung mit Photovoltaik, und last but not least Reinhard Graf (Fa. Stefan Nau GmbH, Moosburg-Pfrombach) über thermische Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung für fast alle Ansprüche.

Die Vorträge am Samstag und Sonntag finden in ruhiger, konzentrierter Atmosphäre in nahe gelegenen Unterrichtsräumen der Grundschule statt. Anstelle langer Reden soll den Zuhörern in kompakten 30-minütigen Referaten ein fundierter Überblick über die Themen gegeben werden. Anschließend können sich Interessenten mit gezielten Fragen an die Referenten oder an die Aussteller zu wenden. Wer sich direkt mit den Vortragenden in Verbindung setzen möchte, erhält auf Anfrage von den Solarfreunden eine vollständige Liste mit Themen und Referenten.

Kommentar: Die Zeit ist reif für Erneuerbare Energien 

In Anlehnung an ein bekanntes Sprichwort könnte man sagen: ?Energie ist nicht alles, aber ohne Energie ist (fast) alles nichts.? Energie ist ein entscheidender Schlüssel für Wohlstand und Sicherheit, ihre bedarfsgerechte und preiswerte Verfügbarkeit beileibe keine Selbstverständlichkeit. Eine Tatsache, die im Zeitalter der Zentralheizungen und Stromverbunde teilweise in Vergessenheit geraten ist.

Krisen - vom Golfkrieg über Atomunfälle bis zu den ständigen Stromabschaltungen in Kalifornien - schärfen jedoch wieder das Bewusstsein, dass die bisherigen Energiestrukturen aus Sicht des Verbrauchers erhebliche Risiken enthalten und sich seit einiger Zeit tendenziell negativ entwickeln. Selbst die kurzfristigen Strompreissenkungen wurden z.T. mit fadenscheinigen Argumenten weitgehend wieder zurückgenommen. Ob Kohle, Öl, Kernkraft oder Erdgas - die Versprechungen einer bequemen, billigen und unerschöpflichen Energieversorgung  lassen sich auf Dauer nicht einhalten, von den enormen Auswirkungen und Kosten der Umweltschäden und der zu erwartenden Klimaveränderung ganz zu schweigen. Die Zeche zahlt, wie es so schön heißt, der Bürger, ob nun als Autofahrer an der Tankstelle, als Hochwasser geschädigter Hausbesitzer oder als Steuerzahler, wenn der Staat Hilfe bei Ölunfällen leisten oder Atommüll-Endlager unterhalten muss.

Demgegenüber bestehen günstige Voraussetzungen für eine Energiewende: Wir verfügen zunehmend über ausgereifte Techniken zur ortsnahen dezentralen Nutzung der Erneuerbaren Energien und zur Energieeinsparung. Die Wärmegewinnung aus Solarenergie oder Biomasse ist bei den aktuellen Ölpreisen längst kein ?schönes Hobby? mehr, sondern kann auch betriebswirtschaftlich mithalten. Der weltweite Umsatz der Erneuerbaren Energien wird Berechnungen zufolge von 12 Mrd. EURO (2000) bis 2010 auf 30 Mrd. EURO steigen. Die Kaufkraft der Bürger in Deutschland  reicht - sicher mehr als in den meisten Ländern der Welt - aus, die notwendigen Schritte für mehr Lebensqualität und Zukunftssicherheit anzugehen. Diese Investitionen zahlen sich aus. 

Massennachfrage kann eine wirtschaftliche und technologische Entwicklung  wie im EDV-Bereich in Gang setzen. Im Gegensatz zur EDV stehen wir auf diesem Sektor aber derzeit mit an der Weltspitze. Eine Chance, die wir uns ? auch in Moosburg - nicht entgehen lassen sollten. Jetzt kommt es darauf an, die richtigen Konsequenzen zu ziehen und den Umstieg Schritt für Schritt in Angriff zu nehmen. Die Zeit dafür ist reif!

 


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